Kompass für den Trauerfall

Wir kennen das leider all zu gut: In solchen Momenten weiß man nicht, wo einem der Kopf steht und was jetzt das Wichtigste ist. Etwas Orientierung bietet diese Seite mit drei Unterkapiteln.

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Begleitung im Sterben

Es kann sehr hilfreich sein, die letzten Tage und Stunden mit einem Sterbenden gemeinsam zu verbringen. Lesen Sie für diese Zeit ein paar Anregungen.

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Erste Schritte bei einem Todesfall

Ruhe zurückgewinnen, tief durchatmen, und dann hilft Ihnen sicher diese Checkliste:

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Wichtige Hinweise

Im ersten Moment sind sie zweitrangig, aber nach ein paar Tagen dürfen auch diese Details nicht außer Acht gelassen werden:

Wenn der Tod sich ankündigt

Die Nachricht vom nahenden Tod eines geliebten Menschen kommt für die meisten Menschen einem Schock gleich. In vielen Fällen kündigt sich der baldige Tod vorher an. Dies kann eine große Chance werden, den Sterbenden in seinen letzten Momenten zu begleiten und gleichzeitig das eigene Abschiednehmen zu erleichtern. Wie viele „Ach, hätte ich ..." gäbe es nicht, wenn man etwas vorbereitet in die letzten gemeinsamen Stunden gehen könnte. An dieser Stelle geben wir einige Hilfen für die Begleitung Sterbender.

 

Durchatmen.
Zur Ruhe finden.
Eine Kerze anzünden.

Die erste Stunde nach dem Tod gehört ganz Ihnen und dem Verstorbenen.

Erste Schritte im Todesfall

Das Wichtigste in diesem Moment: Zur Ruhe finden. In der nächsten Stunde ist alles andere zweitrangig. Nur Sie und der Verstorbene sind jetzt wichtig. Bleiben Sie im Gespräch miteinander – gedanklich oder mit normaler Stimme. Wenn es passt, schließen Sie dem Verstorbenen die Augen und den Mund. Zünden Sie eine Kerze an. Halten Sie einfach die Zeit an.

Sobald Sie die innerliche Ruhe dafür haben, informieren Sie die engsten Verwandten. Wenn es passt, könnten diese ans Sterbebett kommen.

Stirbt ein Mensch zu Hause, verständigen Sie bitte danach den Hausarzt oder den ärztlichen Notdienst. Für Leipzig und Markkleeberg wählen Sie die 116 117 oder die bundesweit gültige 112. Nur mit einem vom Arzt ausgestellten Totenschein kann alles andere in die Wege geleitet werden. In einer Klinik, im Heim oder Hospiz kümmern sich die verantwortlichen Personen darum.

Wenn es für Sie wichtig ist, bleibt im Anschluss bis zu 24 Stunden Zeit, um persönlich Abschied zu Hause zu nehmen.
Wir empfehlen, vorab den Kontakt zu uns zu suchen, wir geben – mit viel Empathie und Herzlichkeit – gern Hinweise und Ratschläge für diese nächsten Stunden.

Unsere Vorschläge für die Verabschiedung zu Hause:

  • Aufstellen von Kerzen und Blumen
  • Wichtige Verwandte und beste Freunde des Verstorbenen informieren
  • Mitgaben für den Verstorbenen bereithalten
  • gemeinsamer Abschied mit der Familie oder in aller Stille allein
  • Unausgesprochenes aussprechen
  • erinnern & wahrnehmen
  • Kinder mit einbeziehen (Es ist oft schlechter, Kinder fernzuhalten, sie fühlen sich dadurch ausgeschlossen und empfinden den Tod deshalb als geheimnisvoll und schlimm.)

Auch wenn jemand nicht zu Hause stirbt, unterstützen wir den Gedanken, den Verstorbenen noch ein letztes Mal nach Hause zu holen. Oft ist es in öffentlichen Einrichtungen nicht in angemessenem Maße möglich, ganz privat Abschied zu nehmen.

Abschied im Haus Apfelbaum

Unser neues Haus Apfelbaum ist komplett erdacht für einen Abschied ohne Termindruck, ohne Öffnungszeiten, ohne Stress. Im Haus Apfelbaum können wir Dinge ermöglichen, die sonst in Leipzig nicht möglich sind.

Unsere Räume für Ihre ganz persönliche Abschiedsfeier sind sehr individuell nutzbar. Planen Sie diese mit Ihrem Trauerbegleiter und „gönnen“ Sie sich so alle Zeit der Welt, die Sie für Ihren Abschied benötigen.

Am folgenden Tag

...gehen wir gemeinsam die nächsten Schritte an. Entweder wir kommen zu Ihnen oder Sie besuchen uns. Zusammen lichten wir den Formalitäten-Dschungel, der nun als nächstes folgen muss.

 

Die ersten wichtigen Unterlagen sind:

  • Totenschein (stellt der Arzt / Klinik / Hospiz aus)
  • Personalausweis des Verstorbenen
  • Krankenkassenkarte des Verstorbenen
  • Sämtliche Rentenversicherungsnummern, bei Rentenbezug
  • Lebensversicherung- und Sterbegeldversicherungs-Policen
  • Grabschein, bei bestehenden Grabstellen
  • Bestattungsvorsorgevertrag, falls vorhanden

Zum ersten Gespräch bringen Sie dann bitte die Familienunterlagen mit. Das sind bei:

  • Ledigen – Geburtsurkunde
  • Verheirateten –  Geburtsurkunde und Heiratsurkunde
  • Verwitweten – Geburtsurkunde, Heiratsurkunde und Sterbeurkunde des Ehegatten
  • Geschiedenen – Geburtsurkunde, Heiratsurkunde und rechtskräftiges Scheidungsurteil oder Heiratsurkunde mit  Scheidungsvermerk
  • Lebenspartnerschaft - Urkunde zum Nachweis der Lebenspartnerschaft
 

Die wichtigen Dinge danach

Auch wenn die Gestaltung des Abschieds vom Verstorbenen zunächst im Vordergrund steht, so gibt es doch für die Hinterbliebenen eine Menge wichtiger Dinge zu regeln. Wir stehen auch dabei an Ihrer Seite und unterstützen Sie mit Rat und Tat.